Erstellt von buhacont am 8. Dezember 2009
Soeben wurde die heutige Post verteilt. Darin enthalten, ein Schreiben eines Kunden, mit dem er bei uns Silberbleche bestellt. Okay, erstmal festgestellt, dass es sich um einen internen Irrläufer handelt, schließlich ist der Brief nun in der Buchhaltung. Beim weiteren Durchlesen wurde mir aber klar, weshalb der Brief in der Buchhaltung ankam:
Der Kunde hatte einen Blankoscheck beigefügt.
Diesen Kunden finde ich gut. Schickt seine Bestellung zusammen mit einem Blankoscheck. Also Scheck in die Buchhaltung, Bestellung an den Vertrieb und heute Mittag Scheck ausfüllen.
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Erstellt von buhacont am 7. Dezember 2009
Ein neuer Kunde erhält von uns prinzipiell ein Anschreiben, um durch seinen Steuerberater oder sein Finanzamt und die Unternehmereigenschaft und somit auch die Berechtigung zum gesonderten Umsatzsteuerausweis zu haben.
Wir rechnen im Wege einer Gutschrift mit unseren Kunden ab, so dass es durch Umsatzsteuergesetz ein paar Vorgaben gibt.
Jetzt hatte ich mit dem Kunden telefoniert, weil er mit diesem Schreiben etwas überfordert sei. Ich habe ihm Sinn und Zweck erklärt und er schien es verstanden zu haben. Er schickte es mir am vergangenen Freitag zurück und beantwortete es damit, dass er Kleinunternehmer sei.
Kleinunternehmer bedeutet nun im Sinne des Gesetzes, dass er bestimmte Grenzen nicht überschreitet und auf den Ausweis der Umsatzssteuer auf seinen Belegen verzichtet.
Heute kam der Anruf, weshalb wir ihm die Umsatzsteuer für den Ankauf der Edelmetalle nicht vergüten würden, ihm fehlen nun 19% und die will er doch an das Finanzamt abführen. Ich erklärte ihm, dass seine Angaben zur Kleinunternehmerregelung es uns nicht erlauben, ihm Umsatzsteuer auszuzahlen. Hierauf antwortete er, dass er das bei anderen Scheideanstalten in Süddeutschland immer bekommen würde. Meine Nachfrage, ob er den Kleinunternehmer sei, beantwortete er mit “Ja, ich bin eine kleine Goldschmiede”.
Ab diesem Moment hat es mir gedämmert. Er ist normaler Unternehmer, versteht den Begriff Kleinunternehmer falsch und hat somit auch die falschen Angaben gemacht. Aber es kann ihm geholfen werden. Nachweise sollen morgen in der Post sein, dann bekommt er seine 19% Umsatzsteuer nachbezahlt.
Wir sind ja keine Unmenschen
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